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Agalychnis spurrelli gehört sicher zu den faszinierendsten Fröschen der Gattung Agalychnis. Stets steht er etwas im Schatten des bekann­ten Rotaugen-Laubfroschs, Agalychnis callidryas, dabei ist er mindestens genauso interessant. Zum einen besitzt er Schwimmhäute, die drei Viertel der Füße ausmachen und beim Springen zum Gleiten genutzt werden. Eine weitere Besonderheit stellt die Massenpaarung dar, die unmittelbar nach Regenfällen stattfindet. In der Terrarienhaltung ist dieser Frosch leider noch immer ein eher seltener Pflegling. Zeit, das zu ändern.

Agalychnis spurrelli kann man in einem großen Verbreitungsgebiet finden, das von Costa Rica über Panama und Kolumbien bis nach Ecuador reicht. Dabei gibt es mehrere Lokalformen, die sich vor allem in der Größe unterscheiden: Auf der Pazifikseite Costa Ricas sind die Männchen ca. 45–55 mm und die Weibchen 60–65 mm groß, wohingegen die Größe der Tiere auf der Karibikseite von 70–75 mm bei den Männchen und 85–90 mm bei den Weibchen reicht. In Ecuador kann man Männchen mit einer Größe von 60–65 mm und Weibchen mit einer Größe von 70–75 mm finden.
Die Oberseite des Frosches ist glatt, die Farbe ein sattes Grün mit weißen, runden Punkten, wohingegen die Flanken weißgräulich bis gelb oder sogar orange sind. Bei Nacht jedoch wird die Oberseite wesentlich dunkler. Die Bauchfarbe ist weißgräulich bis hin zu gelborange. Die Augen sind rot, jedoch um einiges dunkler als z. B. bei Agalychnis callidryas. Besonders markant sind bei dieser Art die stark ausgeprägten Schwimmhäute, mit denen sie sogar in der Lage ist, ein wenig durch die Luft zu gleiten, um so beim Sprung durch das Astwerk der Bäume den freien Fall etwas abzumildern.

Haltung
Ganz wichtig bei dieser Art ist eine sorgfältige Hygiene. Ich halte die Frösche deshalb ohne Bodengrund. Stattdessen  habe ich beste Erfahrungen damit gemacht, sie direkt auf Glas zu halten. Als Boden dient eine schräge Scheibe, die von unten vor dem Einbau braun lackiert wurde, mit einem Wassergraben vorne, den ich mit einem Abfluss versehe, um das Becken gut durchspülen zu können.
Das Terrarium statte ich vor allem mit großblättrigen Pflanzen wie z. B. diversen Arten von Spathiphyllum, Monstera und Philodendron aus. Großblättrige Pflanzen deshalb, weil die Frösche an der Unterseite der Blätter tagsüber schlafen und nur an großblättrigen Pflanzen laichen.
Die Temperaturen schwanken in meinen Terrarien tagsüber zwischen 25 und 28 °C, nachts zwischen 19 und 21 °C, niemals wird es jedoch kühler.


den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 130