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Die Nördliche Wüstenkrötenechse ist im Gegensatz zu ihrer südlichen Verwandten nicht sehr weit in der Terraristik verbreitet. Nur wenige Terrarianer achten auf die kleinen Unterschiede und versuchen, die Lokalformen möglichst rein zu erhalten. Generell sind Krötenechsen keine einfachen Pfleglinge – aber die Beschäftigung mit ihnen lohnt! von Joschka Schulz

Inzwischen bekommt man regelmäßig Nachzuchten von Wüstenkrötenechsen im Internet angeboten. Leider gibt es unter den Anbietern immer noch schwarze Schafe, die nicht unbedingt Nachzuchten oder gar Paare verkaufen. Da hilft es nur, sich vorher gut zu informieren! Krötenechsen dürfen kein Spontankauf sein, sondern die Anschaffung muss wohl überlegt und geplant werden, um den Tieren dauerhaft gute Bedingungen bieten zu können.

Ich selbst habe mein Fachwissen und meine Haltungserfahrungen über mehrere Jahre erworben. Inzwischen würde ich mich als erfolgreichen platyrhinos-Halter ansehen, und ich habe jedes Jahr viele gesunde Nachzuchten. Wüstenkrötenechsen erreichen im Terrarium bei guter Pflege ein Alter von acht Jahren und mehr.

Systematik
Die Gattung Phrynosoma umfasst derzeit 22 beschriebene Arten (Stand Februar 2018). Es werden jedoch immer wieder neue Arten durch genetische Analysen erkannt. Phryno­soma platyrhinos wird derzeit in zwei Unterarten geteilt. Der tiefstgreifende Unterschied zwischen beiden ist der Abstand zwischen den Hinterhaupthörnern in Relation zu deren Basis. Sobald man diesen Unterschied einmal bewusst gesehen hat, ist er leicht zu erkennen. Phrynosoma goodei wird inzwischen als eigenständige Art geführt und nicht mehr als Unterart von P. platyrhinos betrachtet.

Merkmale
Die Nördliche Wüstenkrötenechse ist eine mittelgroße Krötenechsenart. Wichtige morphologische Merkmale sind die Krone und der Stachelsaum an den Längsseiten. Anhand dieser Merkmale kann jede Krötenechsenart bestimmt werden. Nach dem Bestimmungsschlüssel von Baur & Montanucci (1998) lassen sich die beiden Unterarten von P. platyrhinos leicht unterscheiden:
Wenn die Lücke der Hinterhaupthörner gleich groß wie deren Basis ist und der Schwanz in der hinteren Hälfte im Querschnitt rund, pflegt man die nördliche Unterart, P. p. platyrhinos.
Die südliche Unterart P. p. calidiarum dagegen besitzt einen engeren Abstand zwischen den Hinterhaupthörnern im Vergleich zur Basis. Der Schwanz ist in der hinteren Hälfte leicht abgeplattet...

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