Das aktuelle Heft

Titelthema
Hausschlangen
Reportage
Moderne Zooanlagen
Titelthema
Haltung und Vermehrung von Lamprophis aurora
Terrarienbau
für Australische Wasseragamenn

 Recycling ist in aller Munde. Auch im Terrarienbau kann man gebrauchte Elemente zu etwas ansprechendem Neuen zusammenfügen. Und gerade bei Großterrarien lässt sich dabei sogar ordentlich etwas sparen.

Nach 14 Jahren Haltung von Grünen Wasseragamen (Physignathus cocincinus) stand im vergangenen Jahr ein Bestandswechsel hin zu Australischen Wasseragamen (Intellagama lesueurii) an – und damit verbunden auch ein Neubau des Terrariums. Von einem befreundeten Zoohändler erhielt ich zwei gebrauchte Aquarien mit den Maßen 200 x 50 x 50 cm, die als Fundament (Wasserteil vorne und Substrat hinten) dienen sollten. Anfang des Jahres erwarb ich dann günstig einen Schaukasten mit den Maßen 200 x 160 x 80 cm. Dieser sollte später als Aufbau genutzt werden, wobei der Rahmen aus Stahl sich bereits bei der Abholung als zu schwer herausstellte, aber allein für die großen Glasscheiben lohnte sich die Übernahme. So war der grobe Plan im Vorfeld – frei nach dem Motto „aus Alt mach Neu“!
Nachdem das alte Terrarium abgebaut war, begann ich mit einem Unterbau aus Holzbalken, der zur Sicherheit mit Teichfolie umkleidet wurde, um evtl. austretendes Wasser in dieser Wanne aufzufangen. Passgenau auf der Balkenkonstruktion sollten die Seitenscheiben der beiden Aquarien stehen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 129

 Moderne Zoos sollen die Besucher begeistern, unterhalten und sie gleichzeitig für den Schutz der Tiere und der natürlichen Lebensräume sensibilisieren. Zwei neu eröffnete zoologische Anlagen in der Schweiz haben erfreulicherweise versucht, dieses Ziel auch verstärkt mit Amphibien und Reptilien umzusetzen. Einer, der an der Entstehung dieser spektakulären Großanlagen beteiligt war, ist Oliver Fischer von der Firma X-Reptile, die Leuchtmittel für die Terraristik herstellt. In diesem Mehrteiler in REPTILIA stellt er Ihnen die neuen Anlagen Aquatis in Lausanne und das Savannenhaus im Walter Zoo Gossau vor, um schließlich auf die praktische Umsetzung moderner Terrarienbeleuchtung für Schauanlagen einzugehen.

Die Neueröffnung von Aquatis, dem größten Süßwasser-Aquarium-Vivarium Europas, die im Herbst 2017 erfolgte, hat bereits im Vorfeld für viel Spannung gesorgt. Hier fanden der Komodowaran, die beiden seltenen Westafrikanischen Krokodile und viele andere Reptilien des geschlossenen Vivarium de Lausanne ein neues Zuhause.  

Ein ganz besonderer Reiz geht von grünen Schlangen aus, und davon gibt es in der Terraristik so einige; wunderschöne Arten in Rot, Schwarz, Weiß und anderen Farben ebenfalls. Das aparte Erscheinungsbild der edel gezeichneten Aurora-Hausschlange allerdings ist absolut einzigartig. Dass sie neben ihrer Attraktivität auch noch sehr einfach zu halten und zur Nachzucht zu bringen ist, macht sie vollends zu einem für das Hobby wunderbar geeigneten Pflegling.


Patterson (1988) rühmt die „wundervolle Färbung“ der Aurora-Hausschlange (Lamprophis aurora) und nennt sie „eine der schönsten Schlangen Südafrikas“, Branch (1984) preist sie als eine „wundervoll gezeichnete Art“, und „die Jungtiere dieser Schlange glitzern wie Juwele“ (Branch 1992a). Sollte man da nicht neugierig werden auf eine solche Schönheit?

Hausschlangen sind gnadenlos unterschätzt. Dabei ist ihre Formenvielfalt enorm, Haltung, Pflege und Nachzucht vieler Arten sind nicht schwierig. Ein Streifzug durch die Welt der Hausschlangen.

Was sind Hausschlangen? Ein kurzer Blick auf dieses Heft verdeutlicht, dass der Name nichts mit der Vereinigung der Immobilienbesitzer „Haus und Grund“ zu tun hat. Schlangen mit Haus trifft wohl auch nicht zu. Aber einige Vertreter der Hausschlangen sind echte Kulturfolger und verdingen sich auf bäuerlichen Anwesen als Schädlingsbekämpfer, indem sie die dort vorkommenden Mäuse fressen. So hat sich der Begriff „Hausschlange“ in etlichen europäischen wie auch afrikanischen Sprachen fest etabliert. Diese Vorliebe gilt aber keineswegs für alle Arten aus dieser Verwandtschaftsgruppe. Andere fressen lieber Echsen, Frösche oder Kröten und halten sich eher fern vom Menschen.